Die vertikalen Megacities der Zukunft
Bis zum Jahr 2050 werden schätzungsweise zwei Drittel der stark anwachsenden Weltbevölkerung in rasch expandierenden urbanen Räumen leben. Die klassische horizontale Ausdehnung vieler Städte stößt dabei endgültig an ihre geographischen, logistischen und auch an strikt ökologische Grenzen. Architekten auf der ganzen Welt richten ihren Blick daher nach oben – und greifen dabei wörtlich nach den Sternen.
Das vertikale Ökosystem einer Stadt
Die neuen Entwürfe aus Asien und dem arabischen Raum für gigantische Wolkenkratzer gehen weit über bloße Büro- und Wohntürme klassischer Prägung hinaus. Vielmehr konzipiert man sie heute als völlig eigenständige, extrem durchdachte Mikro-Städte. Sie enthalten großflächige integrierte Parks zur Naherholung, Schulen auf mittlerer Höhe, eigene moderne Krankenhäuser und hochkomplexe Systeme zur lückenlosen Wasseraufbereitung.
Kurze Wege durch smarte Planung
Das Kernziel dieser massiven Architektur ist die radikale Reduktion schädlicher täglicher Pendelwege und der direkte Erhalt wertvoller Naturflächen im Umland dieser vertikalen Megastädte. Was heute allerdings noch wie faszinierende Utopie in Science-Fiction-Filmen klingt, könnte angesichts einer zunehmenden globalen Flächenknappheit weitaus rascher bauliche Realität werden als bisher vermutet.