Die Szene der professionellen Videospieler füllt gigantische Stadien weltweit und bricht auf Streamingplattformen sämtliche Zuschauerrekorde traditioneller Sportarten. Die Reaktionen bei den großen Turnieren sind längst ohrenbetäubend. Doch nun winkt dem E-Sports die ultimative Weihe der alteingesessenen Sportwelt: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) diskutiert intensiv, bestimmte digitale Disziplinen künftig als Medaillensport aufzunehmen.

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Das Zeitalter der Cyber-Athleten

Die Trainingsumfänge der sogenannten Cyber-Athleten stehen denen klassischer Sportler längst in absolut nichts mehr nach. Bis zu zehn Stunden hochkonzentriertes Training täglich, professionelles Coaching, sportpsychologische Betreuung und strenge Diätpläne zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit gehören ganz selbstverständlich zum straffen Alltag der Spitzen-Spieler.

Umstritten, aber unausweichlich

Die Kritik aus Kreisen alteingesessener Sportverbände bleibt indes unüberhörbar laut, denn vielen fehlt dort schlichtweg die echte körperliche Ertüchtigung, die man klassischerweise mit Olympia assoziiert. Dennoch: Der anhaltende globale Einfluss sowie die massive Strahlkraft des E-Sports auf die extrem begehrte junge Zuschauerschaft machen eine baldige Integration jedoch nahezu unausweichlich.