Der Arzt am eigenen Handgelenk
Die Zeit, in der Smartwatches reine Fitness-Tracker oder Benachrichtigungs-Hubs auf dem Display waren, ist lange vorbei. Heute dienen sie millionen Menschen als hochentwickelte, persönliche Gesundheitsassistenten. Integrierte Sensoren der neuesten Generation erfassen Vitaldaten wie Sauerstoffsättigung im Blut, den Ruhepuls und erstellen in wenigen Sekunden ein aufschlussreiches Elektrokardiogramm (EKG) von enormer Präzision.
Prävention, die Leben rettet
Weltweit mehren sich verlässliche Berichte von Kardiologen, bei denen die kleinen Geräte völlig unbemerktes Vorhofflimmern und schwerwiegende Rhythmusstörungen erkannt haben, lange bevor die Betroffenen gravierende Symptome spürten. Mit speziellen Sturz-Erkennungsfunktionen alamieren sie zudem selbstständig Rettungsdienste, falls der Träger ohnmächtig wird. Eine Automatisierung, die schlichtweg Menschenleben rettet.
Kontinuierliche Begleiter
Gesundheitsexperten warnen jedoch auch vor der "Cyberchondrie", der übertriebenen Angst vor Krankheiten auf Basis ständiger Selbstmessung. Es gelte, eine gesunde Balance aus Selbstkontrolle und dem Vertrauen in den eigenen Körper zu finden, ohne bei einem falsch abgeleiteten Ruhepuls sofort in Panik zu verfallen.